Irokese
Der Irokese und andere Punk-Frisuren
Als erstes fällt der typische Punk durch seine Frisur auf. Die kunstvoll modellierten Haare sind immer wieder ein Hingucker, und oft bleibt es ein Rätsel, wie diese extravaganten Frisuren den Tag überstehen.
Haarsträubende Kunstwerke
Bei den Punk-Frisuren wird keine geschlechtsspezifische Unterscheidung gemacht. Am geläufigsten ist der Irokese unter den Punk-Frisuren. Die Grundidee stammt von dem gleichnamingen Indianer-Stamm. Der hochaufgestellte Haarkamm auf dem an den Seiten kahl rasierten Schädel nimmt dabei die unterschiedlichsten Formen und Farben an. Viel Zeit und Sorgfalt muss aufgewendet werden, um das Haar in die typische hahnenkammähnliche Form zu modellieren. Reichlich Haarspray und Haargel werden dazu benutzt, damit die Haare dauerhaft hochstehen und nicht im Laufe des Tages in sich zusammenfallen. Die einzelnen Zacken sind dabei auch gern unterschiedlich gefärbt. Es muss aber nicht immer der Irokese sein. Lange Haare werden gern auch auftoupiert. Diesen Look nennt man „Crimpers“ oder „Crimped Hair“. Auch hierbei bedient man sich interessanter Hilfsmittel wie z.B. Seife oder Zuckerwasser. Gern wird gefärbt. Vor allem bei zackigen Irokesen-Frisuren nimmt man mehrere Farben, möglichst in schrillen und ungewöhnlichen Farben, von Grün bis Pink. Wer von Natur aus nicht mir viel Haar gesegnet ist oder keine Lust auf aufwendiges Styling hat, greift zur Haarschneidemaschine und trägt die reine Kopfhaut zur Schau. Hier ist dann auch genügend Platz für stylische Tattoos. Auch so genannte Tribals zieren gern das Haupt eines Punks, häufig auch in Verbindung mit dem berühmten Irokesen-Schnitt.
Viel Aufwand, große Wirkung
In den Frisuren zeigt sich einmal mehr, dass Punk Mode mit Nachlässigkeit oder gar Schlampigkeit nicht viel gemeinsam hat. Vielmehr ist es die liebevolle Hinwendung zu ausdrucksstarken Details, abgeschaut von Naturvölkern. Die Haartracht ist unverwechselbar und findet sich auch in anderen Mode Styles, wie etwa dem Gothic Look wieder.