Green Day
Green Day machen Punk zum Pop
Die amerikanische Punk Band Green Day läutete in den Neunziger Jahren das Revival der Punk Musik ein. Statt auf unmelodiösen Krach setzte man auf gängigere Pop-Rhythmen – mit großem Erfolg.
Wie die Punk Musik salonfähig wurde
Die Karriere von Green Day begann Ende der Achtziger Jahre mit der Gründung der Punk Band „Sweet Children“. Sie bestand aus drei fünfzehnjährigen Schulfreunden: Billie Joe Armstrong, Mike Dimt und Al Sobrante. Nachdem sie als Vorband bei The Lookouts auftraten, wurden sie 1989 von Lookouts!Label unter Vertrag genommen. Fortan nannte sich die Gruppe „Green Day“. 1990 erschien ihr erstes Album „39/Smooth“. Im selben Jahr verließ Schlagzeuger Sobrante aus privaten Gründen die Band. Als Nachfolger trat der Drummer der Lookouts, Tré Cool, in seine Fußstapfen. 1992 wechselte Green Day zum Label Reprise Records und veröffentlichte erfolgreich das zweite Album „Kerplunk!“ Mit dem dritten Album „Dookie“ läutete die Punk Band 1994 den Übergang der Punk Music in den Mainstream ein. Mit „Morning“ (2000) begann der endgültige stilistische Wandel der Punk Rock Band. Die Elemente von Rock Pop und Alternative Rock sind seitdem vorherrschend.
Eine Band auf Erfolgskurs
Green Day gehört zu den erfolgreichsten Bands in der internationalen Musikszene. In sieben Kategorien gewann sie 2005 bei den MTV Video Music Awards. 2007 kam es zu einem Gastauftritt im Spielfilm „The Simpsons“. Sie erhielt 2009 den besten Preis bei den MTV Europe Music Awards und wurde ein Jahr später mit dem Grammy für das „Best Rock Album“ ausgezeichnet. Auf ihrer Welttournee 2009 bis 2010 gaben sie einhundertdreißig erfolgreiche Konzerte. Sogar auf Spielekonsolen sind die Bandmitglieder mittlerweile verewigt: In „Green Day: Rock Band“ spielen sie sich durch ihre bekanntesten Alben. Hinzu kam die Teilnahme an Hilfsprojekten, u.a. nahm Green Day 2006 gemeinsam mit U2 anlässlich des Wirbelsturms Katrina in den USA eine Cover-Version von „The Saints are coming“ auf. Die Single erreichte in Deutschland den sechsten Platz in den Charts.