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Lola&Grace – auch was für Punks!

Die Punk-Kultur ist mittlerweile vierzig Jahre alt, hat in vielen Gesellschaftsschichten jedoch nichts von ihrer Faszination verloren. Obwohl einst als Zeichen für Rebellion, Widerstand und die Loslösung von gesellschaftlichen Konventionen gegründet, hat die Punk-Mode über die Zeit einen festen Platz in der Fashion-Szene bekommen. Diese Schnittstelle wirkt natürlich in beide Richtungen, sodass Punks sich längst nicht mehr nur bei für Punks typischen Marken bedienen – Lola&Grace ist nur eines von vielen Beispielen dafür.

Über die Jahre: eine Bewegung, viele Gesichter

Die Ursprünge des Punks sind im New York der siebziger Jahre zu finden. Um den damaligen Trend zu verstehen, ist ein Blick auf die damalige Situation unausweichlich. Die Millionenmetropole befand sich in einer tiefen Rezession, was sich besonders auf Stadtteile wie Harlem und die Bronx auswirkte: Kriminalität, Schmutz, Dreck und Dunkelheit prägen bis heute das Bild New Yorks in den Siebzigern.
Der Nährboden für die Punk-Kultur war damit geschaffen. Als Zeichen des Aufbegehrens entstanden in der Jugendkultur schnell besondere Strömungen, die sich nach kurzer Zeit zum Oberbegriff “Punk-Szene” zusammenfügten. Die Mode diente dabei als Alleinstellungsmerkmal; mit dem Ziel, ein Zeichen zu setzen und zu schockieren, wurde die Mode plötzlich löchrig, schrill und eisenhaltig. Daran hat sich bis heute im Prinzip nichts geändert, auch wenn im Detail einige Veränderungen zu beobachten sind.

Punk im Jahr 2012

Der Punk-Look ist mittlerweile eher durch seinen Charakter als durch einzelne feste Regeln definierbar. Geblieben ist beispielsweise der provokante Charakter, der von weiblicher Seite dazu genutzt wird, den Körper zu betonen. Kniestrümpfe, kurze Rücke und Stiefel entweder in schlichtem Schwarz oder mit prägnanten Mustern stellen dabei eine gute Basis für den Punk-Look dar. Abgerundet wird das Outfit durch die Feinheiten: altbekannte Motive wie Totenköpfe, Nieten, Ketten und Stacheln dürfen praktisch überall angewendet werden, wo es gewünscht ist. Die Seele des Punks, nämlich Chaos und Anarchie, sind schließlich immer noch präsent und verbieten strikte Regeln geradezu.

Schicker Punk, hipper Punk: alles ist möglich

Die Unterschiede zwischen damals und heute liegen also eher im Schnitt als an den Motiven. Durch die Veränderung der Gesellschaft kann der gepflegte Punk-Look außerdem auf eine höhere Akzeptanz verweisen, wozu auch die Hersteller beigetragen haben. Labels wie Lola&Grace sind ein gutes Beispiel dafür, weil sie sich eigentlich ganz der hippen Frauenmode verschrieben haben, aber ihr Sortiment mittlerweile auf ehemalige Nischentrends wie den Punk-Look ausgeweitet haben. Es passt also nur ins Bilde, dass selbst Punks mittlerweile zu Lola& Grace greifen und trotzdem weiterhin ihrer Subkultur angehören können.

09. April 2012, 09:00 Uhr
Kategorie: Punk-Fashion

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