Berliner Schnauze verstehen
Ist man viel in der Bundesrepublik unterwegs, um die verschiedensten Punk-Festivals zu besuchen, trifft man dort in der Regel auch auf andere Punks aus ganz Deutschland. Die Verständigung ist jedoch manchmal trotz gleicher Muttersprache gar nicht so leicht, denn jede Region hat ihre eigenen sprachlichen Gepflogenheiten. Besonders die Berliner tun sich dabei hervor, da sie Begriffe benutzen, die man nur dann versteht, wenn man auch “Berliner Schnauze” spricht. Wir wollen dabei helfen, Sprachbarrieren zu beseitigen! All diejenigen, deren Wissensdurst nach dem Lesen des folgenden Textes noch immer nicht gestillt ist, finden unter http://www.immonet.de/berlin.html#tipps noch mehr Wissenswertes über Berlin und vor allem seine Bewohner samt ihrer Eigenheiten.
Kulinarisches
Bereits beim Gang zum Bäcker in Berlin wundert man sich, denn nach Berlinern sucht man dort vergebens. Die leckeren Gebäcke finden sich dort unter dem Namen Pfannkuchen. Abgeleitet von der runden, mit Marmelade gefüllten Leckerei, gibt es in Berlin zudem den Begriff “Fannkuchen mit Beene”, welcher einen dicklichen, kleinen Menschen bezeichnet. Doch zurück zum Bäcker! Wer für das morgendliche Frühstück einkauft, fragt zudem nicht nach Brötchen, sondern nach Schrippen. Hätte man sein Brot gern in Scheiben geschnitten, spricht man von Stullen. Beim Bäcker ist jedoch mit den kulinarischen Besonderheiten noch längst nicht Schluss! Dass man Frikadellen in Berlin Buletten nennt, wissen mittlerweile wohl die meisten von uns. Dagegen ist der Begriff Spätkauf oder auch Späti, welcher von den Berlinern beinahe liebevoll verwendet wird, vielen gänzlich unbekannt. Lediglich regelmäßigen Zuschauern der Fernsehserie GZSZ könnte jene Bezeichnung bekannt sein, denn in dieser führt einer der Charaktere einen solchen. Als Spätkauf bezeichnet man in Berlin Kioske, welche (fast) rund um die Uhr geöffnet haben und alles verkaufen, was man so braucht. Von Tabakwaren über Zeitschriften bis hin zu Lebensmitteln gibt es dort beinahe alles zu kaufen. In den Szenevierteln der Stadt findet man fast an jeder Ecke einen solchen Laden. 
Bezeichnungen für Menschen
Gänzlich verwirrend ist es für Außenstehende, wenn Berliner über andere Personen reden. Es gibt nämlich beinahe keinen Menschenschlag, für den die Berliner kein eigenes Wort haben. Eine Butze bezeichnet zum Beispiel in Berlin nicht etwa nur eine besonders kleine Wohnung, sondern auch ein dummes Mädchen. Aufgeblasene, arrogante Personen werden hingegen Fatzke oder aber (feiner) Pinkel genannt. Rücksichtslose, unverschämte Personen werden mit der Bezeichnung Flez betitelt, während dumme Menschen den Namen Döskopp erhalten. Wer einem Piefke begegnet, trifft in Berlin auf einen kleinen Jungen. Sämtliche Verkäufer werden als Fritze bezeichnet, wobei der Begriff meist als Zusatz zu anderen Wörtern benutzt wird, z.B. Zeitungsfritze.
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