Ein bisschen Farbe bitte!
Was macht man mit den ganzen Kleidungsstücken, die seit Ewigkeiten ungebraucht im Schrank liegen und keine Verwendung mehr finden, obwohl sie doch eigentlich noch gut sind? Man macht etwas Neues daraus. Dazu sind keine Nähkünste erforderlich, oftmals genügt bereits ein bisschen neue Farbe, die im Handumdrehen auf den Stoff gebracht ist und dem alten Stück ein ganz neues Äußeres verleiht.
Klamotten zu färben ist dank Textilfarben und Waschmaschinen heute sehr simpel. Doch auch wenn die Farbe und die Maschine das Meiste ganz alleine machen, sollte man noch ein paar Dinge beachten. Dann glänzt das ehemalige weiße Lieblingsshirt ganz schnell in einem strahlenden Blau.
Eine geeignete Farbe auswählen
Textilfarbe kann man in den meisten Drogerien und Kreativmärkten für wenige Euro erwerben. Beim Kauf sollte man immer auf die Grammanzahl achten, für die die Farbe geeignet ist. Oftmals sind auch verschiedene Mengen in Kombination mit verschiedenen Farbergebnissen angegeben. Zudem muss man beachten, dass der Farbton am Ende auch von der Beschaffenheit und dem Farbton der Textilie abhängt und nicht unbedingt exakt dem auf der Packung entsprechen wird.
Voraussetzungen
Das Kleidungsstück, das eine neue Farbe erhalten soll, sollte einige Voraussetzungen erfüllen, damit der Vorgang auch gelingt. So muss die ursprüngliche Farbe des Kleidungsstücks heller sein, als die neue Farbe. Wenn der alte Farbton in eine ganz andere Richtung geht, also ein rotes Shirt beispielsweise nun blau werden soll, muss man sich auf bunte Mischungen einstellen. In solch einem Fall würde das T-Shirt also wahrscheinlich am Ende lila sein. Da der Färbevorgang in der Waschmaschine stattfindet, muss das Kleidungsstück waschmaschinentauglich sein. Besonders gut lassen sich Naturfasern färben, also Baumwolle, Viskose, Leinen oder Halbleinen. Reine Synthetikfasern wie Polyester, Polyacryl und Polyamid lassen sich hingegen nicht färben. Wenn es sich um Mischungen aus beiden Kategorien handelt, klappt der Färbevorgang oftmals relativ gut, allerdings wird das Ergebnis deutlich schwächer. Letztlich ist hier das genaue Verhältnis entscheidend. Liegt der Naturfaseranteil bei 60 Prozent oder mehr ist das Ergebnis oft nah am Wunschergebnis, bei geringeren Mischungen erreicht man manches Mal auch bloß leichte Schattierungen.
Der Färbevorgang
Das Färben selber ist sehr einfach gemacht. Die Kleidungsstücke werden alle auf links gedreht und schon einmal angefeuchtet. Zusammen mit dem Farbbeutel werden sie dann in der Waschmaschine bei der angegebenen Temperatur gewaschen. Wenn der Waschvorgang durch ist, sollte gleich noch ein zweiter angeschlossen werden, bei dem dann die Wäsche noch mal bei niedriger Temperatur mit Waschmittel durchgespült wird, damit ungewollte Überreste der Farbe verschwinden. Auch wenn die Farbe nun vollständig ausgewaschen sein sollte, ist es besser beim nächsten Waschvorgang Vorsicht walten zu lassen, damit keine weiteren Kleidungsstücke ungewollt Farbtupfer erhalten.
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