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Kleine Geschichte der Punk- und Underground-Mode

Wie alle Jugendszenen entstand auch die Punk- und Undergroundszene im Zusammenhang mit der Musik jener Zeit. Mit der Entstehung der Punkszene eng verbunden ist die britische Punkband “The Clash”, die in den 60ern sogenannten “Garagenrock” machte. Im Umfeld dieser Band, die eine der ersten bekannteren Punkrock-Bands war, tauchte zum ersten Mal der Begriff “Punk” auf.
Mitte der 70er Jahre dann wuchs in London und auch in New York die Punk-Bewegung. In dieser Zeit, in der noch die letzten Hippies das Straßenbild der Grostädte Europas prägten, grenzten sich die Punks bewusst von jenen ab.

Tschüss ihr Blumenkinder, willkommen, Punk!

Sie machten laute, rohe Musik und standen auch mit ihrem Äußeren in deutlichem Kontrast zu den sich nach Naturverbundenheit sehnenden Blumenkindern. Wo die Hippies miteinander diskutiert und sich um virtuose künstlerische Ausdruckskraft bemüht hatten, kamen die Punks mit stumpfen Gitarrenakkorden, schiefem Gesang und grober, derber Kleidung und Schuhen. Wie ihr Auftreten, ihr Gesang und ihre Haltung, so war auch ihre Mode: Provozierend, kaputt, dreckig, anders. So wie die Punk-Musiker ihre Instrumente oft mehr schlecht als recht beherrschten, so war auch die Kleidung der Punks der 70er und 80er Jahre: Es ging nicht um Schönheit oder Zweckdienlichkeit, sondern um das Nichtangepasste, Improvisierte. Jacken, T-Shirts und Hosen waren zerfetzt, die Füße steckten in klobigen, oft abgewetzten Schuhen. Sicherheitsnadeln, Buttons und Nieten verzierten die Jacken, Gürtel und Schuhe.

Underground-Fashion und Punk-Mode von den 70er bis heute

Schwarz war die vorherrschende Farbe, dazu das Dunkelgrün zweckentfremdeter Armeekleidung sowie das blasse Blau ausgewaschener Jeans. Vor allem die Haare und der Schmuck kennzeichneten die Punks als solche. Der Irokesenschnitt mit dem buntgefärbten, steil in die Höhe ragenden Kamm ist bis heute das vielleicht markanteste Kennzeichen der Punks. Auch die durchstochenen Augenbrauen, Nasen und Lippen sorgten schon damals bei vielen Zeitgenossen für das gewünschte Kopfschütteln. Punk wie Underground sind Begleiterscheinungen des Mainstreams, und sie ziehen ihre Kreativität aus dem Bestreben, sich von diesem abzugrenzen. Denn sobald ein Trend aus dem Underground Einzug in den Massengeschmack gehalten hat und sich in all seinen Facetten in den Modegeschäften wiederfindet, entwickelt sich in der Underground-Szene wieder etwas Neues. So bleiben Punk und Underground immer interessant und immer eine Inspirationsquelle für alle, die mit Fashion zu tun haben.

18. Februar 2011, 14:18 Uhr
Kategorie: Geschichtliches
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